Von Ellen Jilg Dipl.-Wipäd. (Univ.) Journalistin | 08.03.2020

Aladdin – ein Augenschmaus für jeden Musical-Fan !

Tolles Ensemble in farbenprächtigen Kostümen – ein Augenschmaus !

Stuttgart gilt nicht zu Unrecht als die heimliche Musical-Hauptstadt Deutschlands. Im Apollo-Theater steht gegenwärtig das zauberhafte Disney-Musical „Aladdin“ auf dem Programm. Es ist von der Aufwändigkeit des Bühnenbildes und der Pracht der Kostüme kaum zu übertreffen. Man erkennt an vielen Details, wie den wunderschönen Echthaar-Perücken, den mit Swarowski-Steinen bestickten Kostümen und den zahlreichen bis ins kleinste Detail liebevoll hergestellten Requisiten, dass für diese Inszenierung ein großer finanzieller Rahmen zur Verfügung stand.

Die Zuschauer werden entführt in die bunte Wüstenstadt Agrabah, die von einem gütigen Sultan regiert wird. Dessen wunderschöne und emanzipierte Tochter Jasmin soll endlich heiraten, hat bisher aber jeden Prinzen abgewiesen. In Agrabah lebt auch der junge Aladdin, ein sympathischer, gutherziger Dieb, der sich mit seinen drei Freunden durch kleine Gaunereien über Wasser hält. Auf dem Marktplatz der Stadt treiben die Vier ihr Unwesen.  Auch hier wurde bei den Requisiten nicht gespart, man sieht die Händler, mit Waren gefüllte Karren, bunte Kleiderständer und glaubt förmlich den Geruch des Orients wahrzunehmen.

Groswesir Dschafar – ein wahrlich großer, hervorragend gespielter Bösewicht – will selbst gerne Sultan werden und sieht deshalb in jedem heiratswilligen Prinzen einen potentiellen Rivalen. Er schickt den jungen Aladdin in eine prächtige Höhle um dort eine geheimnisvolle Wunderlampe für ihn zu holen. Aladdin findet die Lampe, reibt an ihr und ein Dschinni erscheint, der verspricht ihm drei Wünsche zu erfüllen. Dieser herrlich überdrehte Dschinni ist der heimliche Hauptdarsteller des Stückes, der mit seinem Witz und seinen aktuellen Anspielungen zum absoluten Publikumsliebling avanciert.

Aladdin’s erster Wunsch ist es ein Prinz zu werden, um das Herz der schönen Prinzessin zu erobern. Der Einzug des „Prinzen“ Aladdin in die Stadt Agrabah ist ein wahrer Farbenrausch, der das Auge förmlich blendet. Die gesamte Bühne des Apollo-Theaters erstrahlt, bis der Held schließlich auf einem Thron, umrahmt vom prächtig kostümierten Ensemble erscheint. Noch übertroffen wird dies, wenn Aladdin und Jasmin auf mysteriöse Weise mit einem fliegenden Teppich über die Bühne schweben. Mit dem Mond im Hintergrund und beleuchtet von 1.000 LED-Lampen entsteht ein unvergleichliches Bild, das kein Besucher so schnell vergessen wird.

Richard-Salvador Wolff (Aladdin) und Myrthes Monteiro (Jasmin)

Komplettiert wird dieses herausragende Musicalerlebnis durch zehn phantastische Musiker, die den Abend live begleiten, die hervorragenden Stimmen aller Akteure und dem Klamauk, dem Wortwitz und manche an die unvergleichliche Komik von Monty Python erinnernde Szenen.

Stuttgart mit seinem SI-Centrum, den Theatern, Restaurants und Cafe‘s sind immer einen Besuch wert und Aladdin ist für jeden Musical-Freund ein echtes Muss, ein einmaliges Erlebnis, das man sich gönnen sollte. Ellen Jilg, Dipl.-Wipäd. (Univ.)

 

 

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