Von Ellen Jilg Dipl.-Wipäd. (Univ.) Journalistin | 29.04.2019

Bonnie Tyler – Between The Earth & The Stars

Der Titel ihres neuen Studioalbums ist auch der Titel der aktuellen Europa-Tournee, die sie natürlich auch nach München führte. Hier rockte das blonde Kraftpaket mit der unverkennbaren Reibeeisenstimme 90 Minuten lang den ehrwürdigen Circus-Krone. Kaum zu glauben, dass es 45 Jahre her ist, seit ihre erste Single auf dem Markt erschien. 100 Millionen verkaufte Tonträger später schafft sie es immer noch, den Circus-Krone bis auf den letzten Platz zu füllen.

Bonnie Tyler hat eine unglaubliche Bühnenpräsenz und sie kann – ohne das Outfit mehrmals zu wechseln oder durch den Raum zu schweben – alleine mit ihrer unglaublichen stimmlichen Power eine tolle Konzertatmosphäre zu schaffen. Wie von ihr versprochen, präsentierte sie ihren treuen Fans nicht nur die Songs ihres neuen Albums, wo insbesondere der Titelsong „Between The Earth & The Stars“ Hitpotential hat, sondern natürlich auch Megahits wie „Seven waves away“, „Have you ever seen the rain“, Total eclipse of the heart“, „It’s a Heartache“ und “Simply the best“. Spätestens wenn sie „Hero“ rauchig ins Mikro kreischt, in einer Intensität, die durch und durch geht, ist jedem klar, sie braucht keinen „Hero“, sie ist selbst einer. Kein Wunder, dass es dabei das gesamte Publikum nicht mehr auf den Sitzen hielt. Hier wurde begeistert mitgesungen und getanzt.

Unterstützt wurde Bonnie Tyler von ihrer tollen Band und Ehemann Robert, ihrem persönlicher „Hero“, mit dem sie seit 1973 verheiratet ist. Er verfolgte das Konzert auf einem Stuhl am Bühnenrand, bis ihn Bonnie auf die Bühne holte, um sich ausdrücklich bei ihm für seine Unterstützung zu bedanken.

Das Bonnie Tyler frei von Starallüren ist, zeigt sie etwa als sie „Simply the best“ präsentiert.

Sie erzählte, dass sie den Song zwei Jahre vor Tina Turner aufnahm und er bei ihr floppte, während Tina dann damit einen Welterfolg hatte. Geärgert hätte sie das aber keineswegs, sondern es bewies ihr nur, dass sie mit ihrer Musikauswahl richtig lag. Der Abschluss des Mega-Konzerts nach 90 tollen Minuten war mit „Older“, einem Song aus der Feder von Amy Wadge, ein Beweis dafür, das manchmal „Older“ wirklich auch „Besser“ bedeutet.

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