Von Ellen Jilg Dipl.-Wipäd. (Univ.) Journalistin | 14.10.2019

Circus Roncalli: „Storyteller – Gestern, Heute, Morgen“

Der „Zirkus“kommt in die Stadt…. Aber es ist ein „Circus“ der anderen Art. Wenn Direktor Bernhard Paul in seinen Circus Roncalli einlädt, dann gibt es Clowns und Akrobaten, Magie und Träume.

Der Circus ist 250 Jahre alt und bei Roncalli wird versucht den Circus fit zu machen für die Anforderungen der Gegenwart. Die bedeutet u.a. dass Roncalli „technischer“ ist, d.h. zu Beginn der Vorstellung werden Tiere virtuell gezeigt, mit modernster Holografie-Technik.

Der Hauptbestandteil des Abends aber sind zur Freude der Kinder die Clowns, deren Slapstick – auch unter Einbeziehung der Zuschauer – sie immer wieder zum Lachen bringt. Daneben bringen herausragende Akrobaten das Publikum zum Staunen. Die drei Bello-Sisters aus Italien formen aus ihren Körpern mit viel Kraft und Dynamik lebende Statuen.

Völlig neu ist die Darbietung von Ulrich Kahlert. Mit seinem Robotermädchen Pauline, die immerhin fast drei Tonnen wiegt und aus mehr als 1.000 Einzelteilen besteht, erinnert er an Charlie Chaplins „Moderne Zeiten“. Dabei lässt er sich von Pauline bis zu neun Meter in die Lüfte heben und zeigt an einer Carbonstange, wozu ein Mensch mit seiner enormen Kraft fähig ist.

Schier Unglaubliches leistet der 27jährige Chinese Zhenyu Li. Er bilanziert sich auf zwei schwebenden Stäben bist fast unter das Circusdach. Am Ende erinnert der Konfettiregen doch wieder an den Circus wie man ihn gerade ihn München kennt und liebt. Beim Verlassen des in ein dunkles Rot getauchten Innenbereiches geht der Blick zurück auf das große Zelt am Leonroplatz. 10.000 Glühbirnen haben den magischen Ort beleuchtet, 80 historischen Circuswagen bleiben zurück und der Duft von Popcorn begleitet den glücklichen Zuschauer auf dem Weg zurück in den Alltag. Ellen Jilg, Dipl.-Wipäd. (Univ.)

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