Von Ellen Jilg Dipl.-Wipäd. (Univ.) Journalistin | 02.05.2019

Abenteuer - Unvernunft Ellen Jilg Habor Mary Roos

Mary Roos: Abenteuer – Unvernunft

Ist es wirklich wahr? Mary Roos, die Grand Dame des deutschen Schlagers verabschiedet sich von der Bühne? Am 30.04. trat sie im gut gefüllten Circus Krone zum letzten Mal vor ihr Münchner Publikum. Mit „Danke schön, dass sie da waren und die nicht da waren haben selber schuld“ machte die Schlagerikone am Ende eines großartigen Konzertes deutlich, dass ihr Abschied von der Showbühne ein endgültiger sein wird.

Die charmante Ausnahmekünstlerin, die vor kurzem ihren 70. Geburtstag feierte trat bereits als Neunjährige öffentlich auf und ist damit seit über 60 Jahren erfolgreich im Showgeschäft. Selbstironisch erzählt sie, dass Wolfgang Trepper, mit dem sie noch im Hamburger Schmidt-Theater in der Schlagerrevue „Nutten, Koks und frische Erdbeeren“ auftreten wird, sie wohl als „Die Helene Fischer der Bronzezeit“ ankündigen würde.

Begleitet von ihrer siebenköpfigen Band und zwei Backgroundsängerinnen präsentierte Mary Roos einen Ausschnitt ihrer großen Hits und auch Stücke aus dem neuen Album „Abenteuer Unvernunft“. Darunter waren natürlich „Amour toujours“, “Arizona Man“, „Schuld war nur der Bossa Nova“, „Die Liebe ist ein seltsames Spiel“, „Aufrecht Geh`n“ und „Ein Hund, eine Katze und eine Maus“.

Mary Roos nahm letztes Jahr an der VOX-Sendung „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ teil und Mark Forster, mit dem sie damals im Duett sang, grüßte per Videobotschaft und Mary Roos sang noch einmal mit ihm im „Fernduett“ den Song „Nur die Liebe lässt uns Leben“.

Ihr dankbares Publikum belohnte Mary Roos immer wieder mit lang anhaltendem Applaus, besonders als sie einmal ein Bad in der Menge nahm und durch die Zuschauerreihen schritt. Im Publikum waren nicht nur ihre treuen Münchner Fans, sondern auch Prominente, wie Lena Valaitis, Peter Kraus mit Sohn Mike, Marianne und Michael, Katja Ebstein und Patrick Lindner mit Ehemann Peter Schäfer.

Alle konnten zwei Stunden Schlager mit einer großen Künstlerin genießen, die völlig ohne Allüren auch entspannt über ihr Alter scherzen konnte. „Andere gehen in Rente, ich gehe auf Tour“ und der Ankündigung am Ende noch für Autogramme und Selfies zur Verfügung zu stehen – „Eigentlich müsste ich unter´s Sauerstoffzelt“ zeigte sie, dass ihr ihre Fans besonders am Herzen liegen.

Nach einer letzten Zugabe „Einmal um die Welt“ war klar: Dieser Abschied wird für immer sein. Ellen Jilg, Dipl.-Wipäd. (Univ.)

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