Von Ellen Jilg Dipl.-Wipäd. (Univ.) Journalistin | 17.11.2019

Peter Kraus – mit 80 Jahren, da fängt das Leben an !

Lässig, wie immer, betritt er nach seiner sechsköpfigen Band und den beiden Backgroundsängerinnen die Bühne. Weiße Turnschuhe blaue Jeans und Jeanshemd, schlank und dynamisch wie immer, so kenn man Peter Kraus und so liebt ihn sein Münchner Publikum seit Jahrzehnten.

Mit „I can’t give you anything but love“ lässt er schon beim ersten Song vergessen, dass hier ein achtzigjähriger Sänger die fast bis auf den letzten Platz gefüllte Philharmonie im altehrwürdigen Gasteig rocken wird. Kaum ein anderer Entertainer kann auf so große Erfolge zurückblicken wie Peter Kraus. Er steht seit mehr als 60 Jahren auf der Bühne und war als Schauspieler, Drehbuchautor und Entertainer erfolgreich.

Peter Kraus in der Philharmonie begeistert seine Fans !

Zwischen seinen Songs plaudert er entspannt mit dem Publikum. Wer weiß schon, dass er im Oktober 1956 seinen ersten öffentlichen Auftritt im Konzertsaal des Deutschen Museums in München hatte? Im Verlauf seiner Karriere wurde er ja von der Abendzeitung als Deutscher Elvis Presley“ bezeichnet und so ist es kein Wunder, dass er auch einige Songs von Elvis präsentiert. Bei „Love Me Tender“ und „Wenn Teenager träumen“ griff er dann sogar selbst zur Gitarre. Seine Vielseitigkeit zeigte er im weiteren Verlauf – egal ob bei „Rosemarie“, „Ohne Krimi geht die Mimi nicht ins Bett“ oder „Roll Over Beethoven“ – das Publikum war begeistert und Peter ging in die verdiente Pause.

Mit Songs von den Rolling Stones wie „Satisfaction“ oder der Beatles mit „Yellow Submarine“ ging es nach der Pause rockig weiter, aber Peter lieferte auch deutsche Oldies wie „Rote Lippen soll man küssen“ und „Da sprach der alte Häuptling der Indianer“. Selbst nach 2 ½ Stunden wollte ihn sein Publikum nicht von der Bühne lassen. Mit Standing Ovations wurden Zugaben gefordert und erst nach knapp drei Stunden ging die „Große Jubiläumstournee – Live 2019“ in München erfolgreich zu Ende. Ellen Jilg, Dipl.-Wipäd. (Univ.)

 

 

 

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