Einzigartiges Hotel auf Mallorca: Son net

5 Sterne

Wird ein Haus durch seine Gäste einzigartig oder zieht ein einzigartiges Haus hochstehende Gäste an? Wie man es auch dreht und wendet, eines steht fest: Das Fünf Sterne Gran Hotel Son Net auf Mallorca ist einfach so wie seine Gäste: Unverwechselbar! WE-TAKE-IT war vor Ort!

Zugegeben, es ist schon etwas ganz Besonderes sich in Räumen aufzuhalten, die schon Jahrhunderte alt sind. Sein Haupt in einem gar königlichen Ambiente zu betten, weite Ausblicke über eine verträumte Landschaft und einen romantischen Garten mit Pool zu genießen, in einer gußeisernen Wanne zu plantschen, während der Partner auf einem brokatbezogenen Recamière mit einem plauscht, man bei weit geöffneten, alten Holzfenstern jeden Moment darauf wartet, dass einem ein Ständchen dargeboten wird. Und man dann anschließend ordentlich beduftet und mit einem Gläschen Cava bestückt, in der Suite auf und ab marschiert. Die Gran Suite im Gran Hotel Son Net bietet dieses spektakuläre Baden in einem elitären Sein. Eine spirituelle Begegnung mit der Welt der Annehmlichkeiten. „Maria de Napoles“ heißt die stilvolle Räumlichkeit, die wir für eine Nacht bewohnen dürfen und ad hoc fühlen auch wir uns geadelt, während wir andächtig dem für Stadtmenschen ungewohnten, morgendlichen Konzert von Hähnen und Eseln lauschen.

Die historische Finka aus dem 17. Jahrhundert liegt am Fuße des Tramuntana- Gebirges, nur 25 Autominuten von der Hauptstadt Palma entfernt, aber weit genug weg von einem in diesem Moment völlig vergessenen Mallorca. Wir tauchen ein, in die entzückende, wildromantische heile Welt, in der es noch so authentisch zugeht, dass eine Rückkehr in die eigene Realität und ein geschäftiges Treiben unmöglich erscheint. Zumindest ist gerade alles vergessen. Hier herrscht ein anderer Rhythmus, eine andere Gangart, eine andere Geschichte. Auch Hoteldirektor Björn Wild hat hier eine neue Leidenschaft entdeckt, sich in die regionalen Traditionen verliebt. Er hat den Anbau eines eigenen Hausweins aus der heimischen Rebsorte „Malvasia“ in’s Leben gerufen, einer Traube die bereits im 15. Jahrhundert nach Mallorca importiert wurde und die mit ihrem starken, fruchtigen Aroma beeindruckt. Und damit man den ganz besonders edlen Tropfen auch in einem entsprechenden Ambiente genießen kann, bildet eine eindrucksvolle antike Olivenpresse aus einem großen Stein und einem Holzbalken den Mittelpunkt des hoteleigenen Gourmetrestaurants Oleum, das noch mit purpurroten Samtsofas und überdimensionierten roten Vasen beeindruckt. Auch Obst, Kräuter, Gemüse, Schafskäse und die Frühstückseier stammen aus eigener Herstellung oder dem Garten. “Mit dem Weinanbau unterstützen wir die Produktion auf Mallorca. Unser Ziel ist es, den Gästen eine erlesene Auswahl an besten regionalen Weinen anzubieten, die von wenigen internationalen Marken ergänzt wird. Mit unseren selbst hergestellten Produkten helfen wir, das Gebiet um unser Hotel herum sanft zu regenerieren und nutzbar zu machen“.

Das Gran Hotel Son Net mit seinen 31 Zimmern und Suiten besteht aus einem Haupt- und verschiedenen Nebengebäuden. Vor der Eröffnung 1998 allesamt in liebevoller Kleinarbeit restauriert. Die Wände schmückt heute bedeutende Kunst, Originale von Marc Chagall, Frank Stella, David Hockney oder Andy Warhol, überall finden sich wertvolle Skulpturen, Vasen oder sogar alte Ritterrüstungen. Aber nicht nur deshalb haben wir uns Hals über Kopf in das Gran Hotel Son net verliebt. Vielleicht war es der Luxus, vereint mit historischen Elementen eines Palastes. Unser Abend bei weit geöffneten Fenstern auf einem Brokatkissen am Boden sitzend, während wir die Beine aus einem französischen Balkon baumeln ließen, dazu besagten Rotwein schlürften und unter uns eine Hochzeitsgesellschaft amüsiert den schönsten Tag im Leben zweier Menschen feierte. Oder war es das unsagbar zarte, weltbeste Angusfilet im Restaurant, das unsere Sinne verzaubert hat, das so wunderbar angerichtete, mit regionalen Leckereien bestückte Frühstücksbuffet. Der entzückende Innenhof. Die würzige Luft und die unglaubliche Ruhe? Wer weiß das schon so genau. Es gibt so viele Gründe, so viele Möglichkeiten das Son net ganz individuell zu lieben.

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