Four Seasons Hotel Bahrain Bay

Bahrain ist ein knappes Flugstündchen von Dubai entfernt. Modernster, luxuriöser Flughafen, Marmor, angenehme Weite. Ein ganz besonderer Service des Four Seasons Hotels Bahrain Bay, das nur etwa 10 Minuten vom Flughafen entfernt liegt, ist die Abholung per neuestem Rolls Royce Ghost, in unserem Fall einer, mit kaum Kilometern auf dem Tacho, in orangefarbenem Leder gehalten, über uns der Rolls Royce’sche Sternenhimmel. WE-TAKE-IT.com und HARBOR Magazin taucht ein, in Bahrain. Gelebt wird hier im Großen und Ganzen nach westlichem Vorbild. Natürlich ist das Land ebenso durch die Kultur des Islam geprägt, seine Auslegung ist hier aber weniger dogmatisch als in vielen anderen Anrainerstaaten. Auf den breiten Highways rollen schwere Limousinen und noch schwerere Jeeps, in klimatisierten, ultramodernen Shopping-Malls wird Luxus gelebt. Bahrain wirkt gesetzter als Dubai, erwachsener, wobei es hier Kinos, Clubs und Bars gibt, in denen Alkohol ausgeschänkt wird und die mehr europäisch anmuten, als arabisch. Zielstrebig hat Bahrain zudem seit den 1970er Jahren seine Marktstellung in der Bankenbranche ausgebaut. 1976 wurde das Off-Shore Banking eingeführt, 1977 das Investment-Banking, 1979 das Islamic Banking, 2002 wurde die Aufsicht über alle Finanzdienstleistungen in der heutigen Zentralbank zusammengeführt. Heute operieren hier hunderte von Banken und Finanzdienstleister, international steht die Zentralbank wegen ihrer hohen Professionalität in hohem Ansehen.
Schon sind wir angekommen. Vor uns erhebt sich, auf einer Insel in der Bucht von Bahrain gelegen, ein 51 Stockwerke hoher ultramoderner Wolkenkratzer, im Innern eine riesige, vollverglaste Empfangshalle, liebreizend und gemütlich dekoriert. Sie vermittelt zum einen Weite und höchsten Luxus aber gleichzeitig auch ein intimes Gefühl eines Zuhauses. Sofort augenfällig ist der herausragende Service. Der selbstverständlich in nahezu jedem Fünf Sterne Haus angenehm und zuvorkommend ist. Hier aber überschlägt und übertrifft er sich förmlich. Es beginnt beim Checkin mit besonderer Unkompliziertheit, durch die nichts mehr ausgefüllt werden muss, man derweilen auf der ausladenden Terrasse Platz nehmen kann und schon einmal einen innerhalb weniger Sekunden servierten, köstlichen Kaffee genießen kann. Unterschrift, das war’s, es geht zu den Zimmern. In unserem Fall Premier Rooms, im 26sten Stock, mit spektakulärer Aussicht über den arabischen Golf. Und separatem Arbeitsplatz – erfolgreiche Menschen müssen ja bisweilen auch in den Auszeiten ein wenig arbeiten – komfortablen Samtsesseln oder Samtcouches, Hermès-Decken und Nackenrollen auf den exquisiten Kingsize-Betten, hochglanzlackierten Edelhölzern und riesigen Marmorbadezimmern. Alles wirkt brandneu und unberührt. Zum Willkommen ein paar delikate Naschereien aus Bahrain, denn für seine Süßigkeiten ist das Land bekannt.
Wir haben nicht viel Zeit um sie in den Zimmern zu verbringen, wir müssen ausgedehnte Entspannung auf später verschieben. Es ist bereits Mittagszeit und wir dürfen ganz besondere Aussichten im 50sten Stock, im Art Deco inspirierten Re Asian Restaurant genießen, das übrigens vom international bekannten Starkoch Wolfgang Puck regiert wird und eine ganz besonders feine, moderne Vereinigung seiner persönlichen Handschrift, mit asiatischer Küche verspricht. Zuvor noch ein grandioser Cocktail oder ein Gläschen Champagner in der nebenan gelegenen, von marokkanischem Design angehauchten Blue Moon Lounge, die ebenfalls unter die Regentschaft von Wolfgang Puck fällt. Hinauf geht es, nebenbei bemerkt, mit einem separaten Lift in nur 20 Sekunden, was an und für sich schon erlebenswert ist. Und hier sitzen wir nun, an massiven, hochglanzlackierten Art Deco Möbeln, während eine Auswahl der erlesensten Speisen aufgetragen wird und wir durch die vollverglaste Front ganz Bahrain überblicken. Vegetarische Frühlingsrollen mit Pilzen, getaucht in süße, thailändische Chilisauce, Dumplings, gefüllt mit Bio-Hähnchen und Erdnusssauce oder knusprigem Knoblauch und fermentierten, schwarzen Bohnen. Gang für Gang wird aufgetragen und versetzt uns in Staunen.
Nach dem überwältigenden Mahl geht es in 20 Sekunden wieder zurück auf den Boden und raus an Infinity-Pools und Meer, zu einem kleinen Spaziergang. Wolken ziehen auf, es beginnt wieder zu regnen. Auch für Bahrain untypisch, wird uns versichert, normalerweise herrsche hier toujours eitler Sonnenschein. Für uns eine willkommene Gelegenheit, das immens große Spa aufzusuchen. Mit großem, stylischem Indoorpool, Jaccuzzi mit Wasserfall und einer sagenhaften Temperatur von ungefähr 40 Grad, die sofort jede Verspannung wegsprudelt. Dann ein wenig ins Dampfbad, ein paar Minuten in die Sauna und schließlich wieder einmal eine grandiose, heilende Massage mit ätherischen Ölen, im Anschluss wärmender Ingwer-Zitronengrastee mit Honig. Natürlich fühlt es sich völlig anders an, in diesem Zustand des neugeboren Seins, wieder das eliäre Zimmer zu betreten. Das erhabene, luxuriöse, seidene Bett auszukosten. Von höchster Kostbarkeit umfangen zu sein.
Des Abends geht es erst auf ein Gläschen in die Cut Bar & Lounge, in der sich übrigens innerhalb der nächsten Stunden alles, was Rang und Namen hat in Bahrain zum Gettogether einfinden wird und anschließend ins Cut Restaurant by Wolfgang Puck. Ein American Steakhouse, gekleidet in Mahagoni und Palmholz, modern und exklusiv, immer begleitet von atemberaubenden Blicken in ein nächtliches Manama, die Hauptstadt von Bahrain. Nachdem wir mittags bereits derartige Höhenflüge erleben durften, bestellen wir jetzt von allem einfach die Hälfte. Vom hauchzarten Thunfisch-Tartar mit Ingwer und Wasabi, Togarashi Crisps und Tosa Sojasauce. Vom butterweichen und würzigen U.S.D.A. Prime, Corn Fed aus Nebraska, einem hundertprozentigen Black Angus mit Bernaise, gegrilltem Gemüse, Püree, Spinat mit Spiegelei und eleganter Polenta mit Parmesan. In Sekundenschnelle serviert. Stilvoll, zuvorkommend, humorvoll, der Service. Ein ganz besonderes Erlebnis.
Am nächsten Tag wieder der Wecker um 6:00 morgens. Man gewöhnt sich an das frühe Aufstehen. Und das sofortige Fotografieren und Filmen. Um 9:00 Uhr ist bereits Abfahrt zum Rückflug nach Dubai. Und natürlich nimmt das Frühstück immer einen großen Platz ein, in unserer Recherche. Schließlich buchen viele Menschen nur dieses zu ihrer Übernachtung, um sich flexibel zu halten. Im Bahrain Bay Kitchen wartet man deshalb bereits auf uns. An zahlreichen Kochstationen werden schon die internationalen, arabischen, asiatischen und japanischen Köstlichkeiten zubereitet, Sushis sind platziert, ein immenses Nachspeisenbuffet und zart duftendes Gebäck sind aufgetragen. Wir wählen einfach mal, wonach uns der Sinn gerade steht: Egg Benedict mit frischen Avocados, Waffeln mit Sahne und Beeren, Obstsalat, frische Früchte, Pancakes, eben gerade gepresste Säfte, Cappuccino, Jasmintee und ein Gläschen Champagner zum Abschied. Die 12 Uhr Regel für Alkohol gibt es nicht in Bahrein. Und wer wird es sich bei einem derart schmerzlichen Adieu schon nehmen lassen, sich ein wenig zu trösten.

Newsletter