Porsche 4S

Der 4S. Was soll man da noch sagen. Ein Lebenstraum. Warum? Na, passt mal auf!

Ganz in einem betörenden Rot gehalten steht unsere große Liebe, der 4S, vor uns, innen zeigt er sich schwarz, puristisch und dennoch aufregend. Wenn man von Innen über die Motorhaube blickt, sieht man seine aufregenden Kurven. Wir geben Gas, leider auch in Deutschland zunehmend limitiert. Obwohl er mit 420 PS in 4,2 Sekunden von 0 auf 100 sprintet und so auch in den oberen Gängen sofort die Autobahn dominiert, werden wir nachdem wir gerade mal 270 Km/h erreicht haben, bereits wieder durch das Ordnungsleitsystem in die Schranken gewiesen. Dabei liebt gerade dieses Fahrzeug eine Geschwindigkeit von 305 Stundenkilometern.

Ganz schlimm für ihn und uns wird es in der Schweiz. 120 Stundenkilometer fühlen sich hier an wie 30 km/h in jedem anderen beliebigen Fahrzeug. Und hätte man nicht permanent den Kontrollblick auf das Tachometer, das ganz prominent samt Drehzahlmesser in Augenhöhe angebracht ist oder stellte den Tempomaten ein, würde man, weil er einfach so schön zieht und gerne schnell fährt, permanent das Limit überschreiten. In den gefühlt viel zu kurzen Sequenzen, in denen man ordentlich Gas geben kann, geht er ab, fühlt sich wohl, saugt sich an der Fahrbahn an, durch seine derart gestaltete Aerodynamik, wird, obwohl er doch ohnehin schon so stabil ist noch stabiler und liegt auf der Straße, ob kurvenreich oder nicht, wie eine Eins. Tiefes, angenehmes Brummen umgibt uns, beim Gas geben röhrt er zufrieden. Bremsmanöver liebt er, schließlich hat er sicherlich die besten Bremsen, die es nun mal so gibt. Bei langgezogenen Kurven und einer Geschwindigkeit ab 200 km/h empfiiehlt es sich übrigens das Lenkrad ein wenig durch kleine rechts links Bewegungen einzubalancieren. Und so tanzen wir, fahren Ski auf der Autobahn, uns gehört die linke Spur. Denn wer sollte uns überholen wollen. Spitze 305 Stundenkilometer, macht uns so schnell keiner nach.

Besonders sicher ist der 4S durch den Antrieb, der auf alle vier Räder übertragen wird aber eben auch durch seine enorme Bremskraft, die mit seinen 6-Kolben-Aluminium-Monobloc-Festsattelbremsen vorn und 4-Kolben-Aluminium-Monobloc-Festsattelbremsen hinten bisweilen stärker wirkt, als die Beschleunigung selbst. Unbeschwert gleitet er durch die beschaulichen Alpenstraßen, vermittelt ein GLücksgefühl, das größer kaum sein könnte. Als wir durch kleine Gassen am Comer See fahren, öffnen wir per Schalter die Auspuffklappen und schalten in den Sport Plus Modus. Ganz einfach, um das sowieso schon enorme Aufsehen weiter zu steigern.

Unsere rote Beautyqueen erregt an den drei Tankstellen, an denen wir halten müssen um uns einen Kaffee und ein Wasser zu kaufen, weniger um zu tanken, denn der Verbrauch liegt bei moderaten durchschnittlichen 10 Litern, wird sofort heiß diskutiert, ob es sich bei ihm nicht um das schönste Fahrzeug der Welt handele. Alle Italiener sind sich einig: Dieser oder der GT3. Ein anderes Fahrzeug könne da nicht mithalten. Auch das Rot stünde ihm vorzüglich. Gepaart mit seinen rot-lackierten Bremssätteln und unserem eigens für diesen Anlass gewählten Outfit in Rot verdrehen wir der gesamten Welt den Kopf. Ziehen bewundernde Blicke auf uns.

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