Von Ellen Jilg Dipl.-Wipäd. (Univ.) Journalistin | 09.01.2020

The best of „Ennio Morricone“

In diesem Jahr darf der berühmte Komponist seinen 92. Geburtstag feiern. Nach seiner Abschiedstournee 2019 tritt er kaum noch öffentlich auf und so war „The Best of Ennio Morricone“ in der Kleinen Olympiahalle in München eine der wenigen Möglichkeiten, seine herausragende Musik live zu genießen.

Berühmt wurde Ennio Morricone durch die Zusammenarbeit mit seinem Schulfreund Sergio Leone, für dessen berühmte Italo-Western „Für eine Handvoll Dollar“, „Zwei glorreiche Halunken“ und natürlich „Spiel mir das Lied vom Tod“ er die Filmmusik schrieb. Wer kennt nicht das klagende Mundharmonikamotiv aus „Spiel mir das Lied vom Tod“, eine der bekanntesten Filmkompositionen überhaupt? Natürlich durfte es auch in München nicht fehlen, als Marco Seco über 100 Musikerinnen und Musiker sowie Sängerinnen und Sänger der Milano Festival Opera live dirigierte. Das Publikum war begeistert, die Musik des großen Meisters live erleben zu können.

Morricone erhielt diverse Auszeichnungen für sein herausragendes Schaffen, u.a. einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame, zahlreiche Oscar-Nominierungen – erhalten hat er 2007 aus den Händen von Clint Eastwood einen Ehrenoscar für sein Lebenswerk und 2008 einen Oscar für die Musik zu Quentin Tarantinos Western „The Hateful Eight“. Hinzu kommen Grammys, Golden Globes, etc. Aber nicht nur die Musik aus bekannten Italo-Western war live zu hören, Ennio Morricone hat schließlich die Musik zu mehr als 500 Filmen komponiert –  auch Auszüge aus „Cinema Paradiso“ und „Django Unchained“ fehlten nicht.

Filmmusik wird manchmal als der Herzschlag des Films bezeichnet. Für Filme, zu denen Ennio Morricone die Musik beisteuerte, trifft dies zweifellos zu. So mancher Kinoerfolg wäre ohne seinen Beitrag kleiner ausgefallen und seine Kompositionen waren oftmals zweifellos der Herzschlag des Films. Morricone sagte einmal „Musik, die für einen Film geschrieben wurde, muss für sich selbst stehen können“. Für das Münchner Publikum war klar, dass dies für seine Musik fraglos zutrifft. Ellen Jilg, Dipl.-Wipäd. (Univ.)  @Ellen.the.lucky.one

 

 

 

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