Von Ellen Jilg Dipl.-Wipäd. (Univ.) Journalistin | 23.11.2019

„The Sound Of Classic Motown“ im Prinzregententheater

 

Ron Williams, ein großartiger Entertainer !

Es gibt wohl keinen Ort der besser für eine Hommage an Berry Gordy Jr. und das von ihm gegründete Label Motown Records geeignet wäre, als das beeindruckende Ambiente des Prinzregententheaters in München. Mit seinem in Detroit, Michigan, gegründeten Label schuf Berry den berühmten Motown-Sound und wurde zum Karrieresprungbrett für zahlreiche schwarze Künstler.

Hier im Prinzregententheater, einem der beliebtesten und natürlich bis auf den letzten Platz ausverkauften Konzertsäle Münchens, einer eindrucksvollen Kombination aus Jugendstil und Klassizismus, mit seiner farbenprächtigen Decke warteten mehr als eintausend Besucher gespannt auf eine Zeitreise, zurück in die sechziger und siebziger Jahre, der Hochzeit von Motown Records.

 

Hochkarätige Interpreten im Prinzregententheater

Was ist – neben dem prächtigen Ambiente – notwendig für einen gelungenen Abend? Eine zehnköpfige Band aus hervorragenden Musikern, die erkennbar mit Spaß und Freude bei der Sache sind und hochkarätige Gesangssolisten, deren schwarzer Soul das Publikum von den Sitzen reißt. All das war natürlich bei „The Sound of Classic Motown“ vorhanden, trotzdem ist der Kick des Abends zweifellos der Moderator, der die Verbindung zwischen den Auftritten der Künstler und den Songs von The Jackson Five, Diana Ross and The Supremes, Stevie Wonder, The Temptations, Marvin Gaye und The Four Tops herstellt.

Grandiose Stimmen und beeindruckende Performance !

 

Wer wäre besser dafür geeignet als ein Urgestein des Showbusiness, der dem Publikum glaubwürdig und authentisch seine Liebe zu dieser Musik und ihren Interpreten vermittelt. Mit Ron Williams wurde der ideale Protagonist für „The Sound Of Classic Motown“ gefunden.

Ron Williams: „Mit schwarzem Rhythmus gegen Rassismus“

Der ehemalige AFN-Sprecher, Sänger, Kabarettist, Synchonsprecher und Entertainer kann auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken und nahm zu Beginn der Show am linken Bühnenrand an einem „Radiopult“ Platz und war als „Dr. Feelgood – Ron Williams“ sofort „on Air“. Mit Baseballmütze, rotem Jackett und dunkler Brille moderierte er abwechselnd in Deutsch und Englisch, erzählte kleine Anekdoten, machte politische Anspielungen und trat mit „25 Miles“ sogar einmal als Sänger auf. Das Münchner Publikum war begeistert, hielt sich kaum auf den Sesseln, klatschte und sang mit. Kein Wunder, sind doch Songs wie Midnight Train, Stop! In the Name of Love, Superstation, Do You Love Me oder Papa was a Rollin’Stone zeitlose Klassiker. Ellen Jilg, Dipl.-Wipäd. (Univ.)

Hinweis:  Wer die Sänger in München verpasste und den weiten Weg nicht scheut, kann sie auch am 5. Januar in der Tonhalle in Düsseldorf als „New York Gospel Show“ erleben.

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